SUND Wissen: Durchschlagender Labortest – der Dartdrop

28. Oktober 2021


Die Reihe “SUND Wissen” führt durchs Labor: Die Qualitätssicherung nimmt bei der SUND Group einen elementaren Bestandteil ein. Dafür wird auf verschiedene Maschinen zurückgegriffen, mit denen die Produkte genau getestet werden können. Labor-Chefin Gabi Krügel erklärt die Testgeräte. Teil 2: der Dartdrop.

„Mit dem Dartdrop überprüfen wir die Durchstoßfestigkeit der Folie in mehreren Durchgängen“, erklärt Gabi Krügel, während sie einen Müllsackstreifen in die Vorrichtung einspannt. Der sogenannte Dart, ein Metallbolzen mit einer runden Basis, wird mit Gewichten bestückt, um Norm-gerecht die Durchstoßfestigkeit zu testen. „Die Folie ist eingespannt, das ist quasi eine Art schockartige Prüfung.“ Per Knopfdruck fällt der Dart aus circa 60 Zentimetern Höhe auf die Testprobe und schlägt ein Loch durch.

„Wir suchen ein Gewicht, bei dem die Folie quasi 50 Prozent der Tests hält. Wir haben jetzt beispielsweise ein Gewicht von 92 Gramm, bei den drei von zehn Fallprüfungen Risse aufweisen. Also gehe ich jetzt mit dem Gewicht so weit runter, dass die Folie zehnmal die Belastung aushält. Das Gleiche mache ich in die andere Richtung, also suche ich ein Gewicht, in dem der Dart zehnmal durch die Folie schlägt. Dabei muss die Gewichtsstufe immer gleich sein. Anhand einem Analyseprogramm wird mit diesen ermittelten Werten eine physikalische Ausgleichgerade gebildet und somit den F50-Wert berechnet. Das ist laut der Norm der Wert, an dem die Folie gerade so hält oder gerade so reißt“, erläutert Krügel. 

Mit einem Analyseprogramm kann man sich die einzelnen Ergebnisse anschauen. „Die Ergebnisse unterscheiden sich nicht nur nach Material, sondern auch nach der ausgewählten Probe“, erklärt sie weiter. Daher müssen mehrere Durchschlagtests erfolgen. Die Proben werden ausschließlich in der Querrichtung angefertigt.

In Zukunft möchte Gabi Krügel den Test bei der SUND Group völlig digital ablaufen lassen, so dass die Werte direkt auf dem Testcomputer verfügbar sind. „Aktuell übertragen wir die Werte noch per Hand. Im Neubau wird sich das dann wohl ändern“, sagt sie.

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