Im Interview: Nick Schulze gibt Einblicke ins Lager

31. Mai 2021


„Es macht mir Spaß zu sehen, was SUND in meiner Zeit aufgebaut hat“  

Als Bindeglied zwischen Lager und Logistik organisiert er mehr als 10.000 m² Lagerfläche im Lademannbogen 65, teilt Lageristen und LKW-Fahrer ein und sorgt als Herr des Lagers für Ordnung bei über 13.000 Paletten. Weitere 30.000 Paletten liegen außerhalb des Lademannbogen. 

Nick, wie sieht so ein typischer Tag bei dir im Lager aus?

Nick Schulze: Los geht es um 6:30 Uhr, ich teile dann die Leute für Wareneingang, Warenausgang und Kommissionierung ein. Selbst im Lager bin ich nicht mehr. Ich übernehme stattdessen die Organisation zwischen Lager und Logistik, die wir mit externen Fahrern organisieren.

Was macht deinen Job so besonders?

Ich habe bei SUND als Lagerist angefangen, damals als wir die zweite Halle dazubekommen haben. Anschließend habe ich eine Ausbildung zum Lagermeister gemacht und mich auf die Meisterstelle beworben und die auch erfolgreich abgeschlossen. Ich wurde währenddessen immer von SUND gefördert. Die Firma hat mir sehr geholfen, damit ich meinen Weg gehen konnte.

Du bist seit 16 Jahren bei der SUND Group. Was hat sich in der Zeit verändert?

Als ich hier anfing, hatten wir noch ein chaotisches Lagersystem. Da wurde jede Palette irgendwo hingestellt und wenn man nicht wusste, wo sie steht, musste man sie suchen. Meine ersten Tage waren viel mit Suchen geprägt, weil ich das Lager nicht kannte. Jeder andere wusste, wo die Ware steht. Aber ich als Neuling musste mir wirklich alles angucken, um meine Paletten zu finden. Da bekommt man schon einen steifen Hals, vom ewigen Hochgucken in die Regale. Dann haben wir ein elektronisches Lagerverwaltungssystem eingeführt, was ich schon von meinem vorherigen Arbeitgeber kannte. Daher habe ich das mit angeregt, damit wir die Abläufe verbessern können. Seitdem wir das System eingeführt haben, haben wir auch viel mehr Warenumsatz im Lager.

Durftest du auch für das neue Lager Verbesserungsvorschläge machen?

Wir wurden gefragt, was man besser machen könnte. Wir haben das Problem, dass wir mehrere Lager im Lademannbogen haben und daher viele Sachen doppelt machen müssen. Im neuen Lager wird das alles optimiert an einem Ort ablaufen. Das spart Zeit, wir können die Fahrer auch direkt bedienen, so dass die nicht lange auf dem Hof stehen müssen.

Was wird sich mit dem neuen Lager für dich ändern?

Das neue Lager wird zum größten Teil automatisiert ablaufen. Aktuell läuft der Wareneingang wie folgt ab: Wir nehmen die Paletten vom LKW runter, dann werden die mit einer Palettenidentifikationsnummer versehen und manuell eingelagert. Im neuen Lager nehmen wir die Paletten einfach direkt mit einem Gabelstapler vom Laster runter und stellen sie gleich auf gleich auf ein Förderband, damit die Paletten von Robotern im Hochregallager automatisch eingelagert werden   Das wird ein deutlicher Fortschritt. Wir werden dadurch auch mehr Umsatz machen und müssen niemanden entlassen, weil genug Arbeit vorhanden sind. Ich freue mich schon!

Was hat dir während deiner Zeit bei SUND Spaß gemacht? 

Den Wandel mitzuerleben, den die Firma durchgemacht, hat mir viel Spaß gemacht. Zu sehen, was die Firma in meiner Zeit aufgebaut und geschafft hat.

Was passiert sonst so Spannendes im Warenlager?

Es ist schon vorgekommen, dass nachts unser Geschäftsführer Herr Klostermann angerufen wurde, weil der Alarm ausgelöst wurde. Aber das war dann immer nur ein Vogel, der hier irgendwo rumgeflatterte und den Sensor ausgelöst hat. Das passiert manchmal, ist aber selten. Ich habe Herrn Klostermann schon häufiger aus Versehen geweckt, weil ich vergessen habe, die Alarmanlage auszumachen und ins Lager gelaufen bin. Ich fange manchmal früher als regulär an zu arbeiten, schon um 4.30 Uhr, das fand er nicht so nett, um die Uhrzeit geweckt zu werden.

Wie geht man mit sowas um?

Ich habe den Techniker gebeten, mich direkt anzurufen und ihm meine private Telefonnummer gegeben. Kurze Wege sind mir lieber, das geht schneller.