10 Spartipps: Müll trennen & Kosten sparen!

05. MÄRZ 2020


Sparen ist in aller Munde. Dabei geht es nicht mehr nur um „Geiz ist geil“. Sparen bedeutet heutzutage vor allem Ressourcen zu schonen. Wenn sich dies noch positiv auf den eigenen Geldbeutel auswirkt, umso besser! Ob als Einzelkonsument oder Unternehmen: Im Bereich der Abfallentsorgung kann man mit minimalem Aufwand richtig gutes Geld sparen! Und das Beste daran: Wer clever entsorgt, tut nicht nur etwas für die eigene Bilanz, sondern auch für die Umwelt. Beherzigt man die folgenden zehn Tipps, wird Sparen in der Müllentsorgung zum Kinderspiel.

Die Abfallentsorgung ist für Unternehmen oft nicht nur ein komplexes Thema, sondern auch ein immenser Kostenfaktor. Deshalb bieten Entsorger Rund-Um-Sorglos-Pakete in Form verschiedener Full-Service-Angebote und kümmern sich damit um das gesamte Müllaufkommen. Das ist praktisch und komfortabel. Aber: Übernimmt man selber Verantwortung für seinen Abfall oder lässt sich noch einmal ausführlich beraten, zeigt sich häufig ein hohes Einsparpotenzial. Bevor Sie eine Entsorgungsdienstleistung beauftragen, lohnt es sich, das eigene Müllaufkommen und die Zusammensetzung des Abfalls zu analysieren und Vergleichsangebote einzuholen.

Spartipps:

Spartipp 1: Beauftragen Sie ein Entsorgungsunternehmen erst nachdem Sie Ihr Müllaufkommen kennen.

Nur wie fängt man an mit dem smarten Müllsparen? Und wann fängt es sich wirklich an zu lohnen? Abfallwirtschaft beginnt bevor der Müllberg entsteht. Gut beraten sind daher Firmen, die das Thema Müllvermeidung und Recycling in ihrer Nachhaltigkeitsstrategie nicht aus den Augen verlieren. Als Leitfaden hilft hier die sogenannte Abfallpyramide, die 2008 verbindlich für alle EU-Staaten in Form einer Rahmenrichtlinie definiert wurde. Darin ist festgehalten, dass die EU und all ihre Mitgliedstaaten rechtlich verpflichtet sind, Abfälle entsprechend der vorgegebenen Abfallhierarchie zu entsorgen:

  1. Vermeidung
  2. Vorbereitung der Wiederverwendung
  3. Recycling
  4. Sonstige Verwertung
  5. Beseitigung

Der dahinter enthaltene Grundsatz: „Vermeiden – Verwerten – Entsorge

Spartipp 2: Verwurzeln Sie das Thema Müllentsorgung in Ihrer Nachhaltigkeitsstrategie

Vermeiden. Wer sparen will, muss auch bereit sein, auf etwas zu verzichten. Wie dies in gesunder Balance funktionieren kann, zeigen viele inzwischen fast papierlos arbeitende Betriebe. Studien wie eine 2015 von Epson herausgegebene Untersuchung haben zwar offen gelegt, dass selbst IT-Unternehmen nicht komplett auf Ausdrucke verzichten wollen und können. Dennoch führt die reine Vision des papierlosen Arbeiten zu einer immensen Einsparung von unnötigen Ausdrucken, die andernfalls nicht nur das Budget für Papier, sondern auch für Toner- und Tintenkosten belasten würden. Auf dem Weg Richtung papierloses Arbeiten investieren viele Unternehmen in digitale Angebote, nutzen Recyclingpapier und rüsten ihre Druckerflotte um. Das führt in mehreren Bereichen zu einem positiven Ergebnis: Es entsteht eine zeitgemäße umweltschonende, kostengünstige und gesundheitlich unbedenkliche Arbeitsweise, die Geld einspart und die Ressource Papier schont.

Spartipp 3: Sehen Sie papierloses Arbeiten als eine Vision. Sie sind auf dem Weg dahin und sparen so viel wie möglich.

Recycling. Recycling kann zum absoluten Sparbooster werden. Grundvoraussetzung von erfolgreichem Recycling ist das konsequente Trennen. Um hier die Grundvoraussetzungen zu schaffen, müssen alle Büroflächen und Firmenbereiche selbstverständlich mit entsprechenden Müllbehältnissen ausgestattet, zentrale Sammelstationen eingerichtet und idealerweise ein Entsorgungsraum geschaffen werden. Eine ideale Entsorgungssituation im Büro könnte wie folgt aussehen: In jedem (Büro-) Raum sollten mindestens zwei Mülleimer stehen. Einer für Papier und ein zweiter Behälter für sonstigen Müll. Im Flur bzw. in gemeinschaftlich genutzten Bereichen werden Mülltrenn-Stationen aufgestellt, zur separaten Entsorgung von Kunststoff, Glas, Metall und Papier. In Großküchen und Teeküchen bieten gut aufgestellte Unternehmen inzwischen Behälter für Bioabfälle an. Konsequent ausgestattet mit Biobeuteln aus nachwachsenden Rohstoffen kann man z.B. mit diesen grünen „Müllschluckern“ die in der Regel mit den höchsten Gebühren verbundene Restmüll-Tonne oder den Container entlasten.

Spartipp 4: Schaffen Sie in allen Räumen die Möglichkeit Müll zu trennen, um das Sparpotential Recycling (Papier, Glas, Duales System) für sich zu nutzen.

Spartipp 5: Ergänzen Sie Ihre Müllbehälter durch einen „grünen“ Müllschlucker, um Ihr Restmüllvolumen zu reduzieren.

Farbige Müllsäcke als kleiner Alltagstrick. Ob im Unternehmen oder zu Hause, Müll- und Kostensparen durch Recycling muss in erster Linie praktisch sein. Sind die Müllbehältnisse klar gekennzeichnet und die Entsorgungsstationen schnell erreichbar, unterstützt dies das konsequente Trennen. Dasselbe gilt für die anschließende Entsorgung des getrennten Mülls. Damit der Müll bei der Entsorgung auch wirklich im richtigen Container landet, hat sich ein einfacher Alltagstrick bewährt: Verwendet man farbige Müllsäcken zur Kennzeichnung verschiedener Müllarten, kann der Müll aus den Entsorgungsstationen einfacher zugeordnet und abtransportiert werden. So kann sich das Kostensparpotential durch Recycling voll entfalten.

Spartipp 6: Nutzen Sie Abfallsäcke in verschiedenen Farben, um das Sparpotential der Recyclingkette voll auszuschöpfen.

Sortimentsanalyse im Bereich Abfallsäcke. Sind die Grundvoraussetzungen geschaffen und die „Hardware“ eingerichtet, zeigt sich noch ein hohes Einsparpotential bei der Auswahl der Müllbeutel und Abfallsäcke. Wer hier auf das richtige Sortiment setzt, kann langfristig sparen. Folgende Punkte sind beim kosteneffizienten Einsatz von Abfallsäcken besonders relevant:

  • Sack und Behältnis müssen optimal passen.
  • Bei Abfallsäcken kann man fast zu 100 Prozent auf Folien aus Regenerat setzen.
  • In Anwendungsfällen, bei denen doch die Verwendung von 1A Neuware notwendig ist, wählen Sie dickenreduzierte Folien, die vergleichbare technische Werte aufweisen.

Ob Topf und Deckel passen, findet meist sogar ein Laie heraus. Den idealen Abfallsack oder Müllbeutel für ein Behältnis zu wählen, ist manchmal tückisch. Zu große Säcke oder Säcke mit einer zu hohen Wanddicke für den jeweiligen Anwendungsbereich verschwenden Material und treiben die Kosten in die Höhe. Bei Müllbeuteln kommt die Problematik hinzu, dass Beutel mit einem zu großem Umfang immer in das Behältnis rutschen, was nicht nur nervig und schmutzverursachend ist, sondern auch zu früheren Wechseln und daher mehr Anschaffungskosten führt. Eine professionelle Bestandaufnahme des eingesetzten Entsorgungs-Equipments (z.B. durch einen Abfallsack-Lieferanten) wirkt sich sehr positiv auf das für die Gebäudereinigung eingesetzte Budget aus.

Spartipp 7: Eine Abfallsack- und Müllbeutel-Sortimentsanalyse kann langfristig Geld sparen.

Abfallsäcke nach der Reißfestigkeit der Folie auswählen. Abfallsäcke müssen in den wenigsten Fällen aus Neuware sein. Trotzdem sollte eine gleichbleibende und absolut verlässliche Qualität gewährleistet werden. Bei der Produktion von hochwertigen Recycling-Säcken sind die Fertigungsmethodik und die Qualität des Rohstoffes entscheidend. Schlechte Altfolie führt dazu, dass die Reißfestigkeit (bei gleicher Dicke) schwächer ausfällt. Innovative Abfallsackhersteller setzen daher nicht nur auf hochwertige Rezyklate, sondern nutzen für ein optimales Ergebnis Hochleistungspolymere, um die Durchstoß- und Reißfestigkeit weiter zu verbessern. Dieses Verfahren ist ein kleiner Quantensprung im Bereich Recyclingfolien. Recyclingprodukte können dünner und dennoch reißfester angeboten werden. Der eingesparte Rohstoff wirkt sich positiv auf den Preis aus. Gleichzeitig werden aus nachhaltiger Sicht wertvolle Rohstoffe eingespart, so dass mit dem Kostensparen erneut eine verbesserte Ökobilanz einhergeht. Viele Kunden sind skeptisch, ob Recyclingabfallsäcke qualitativ mit 1A Neuware mithalten können. Deshalb sollten sie die die Möglichkeit nutzen, dickenreduzierte Recycling-Produkte anhand ihrer technischen Werte mit der bisher verwendeten Neuware zu vergleichen.

Ob in punkto Durchstoß- oder Reißfestigkeit: Über Laborprüfungen und Tests kann sehr genau aufgezeigt werden, dass eine dicke Folie bei weitem nicht immer die beste Folie ist. Abfallsäcke aus Recyclingfolie kaufen, ohne auf Qualität zu verzichten Beim Einsatz von 1A Müllbeuteln ist besonders sensibles Auswählen und bewusstes Sparen gefragt. Die anhaltende Kunststoffdebatte verdeutlicht noch einmal mehr, wie wichtig ein verantwortungsvoller Umgang mit Kunststoff ist. In einigen Bereichen (Krankenhäuser, Lebensmittelindustrie) gibt es aus praktischer und ökologischer Perspektive hierzu jedoch keine Alternative. Müllbeutel aus Neuware sollten daher immer auf ihre technischen Werten hin geprüft und - soweit ihr Einsatzzweck es zulässt - in der Foliendicke reduziert werden. Bereits ein paar μ weniger können einen massiven ökologischen Impact haben und ein erhebliches Kostensparpotential bedeuten:

  • Dünnere Folie spart Material.
  • Mehr Artikel pro Transportweg dank des reduzierten Produktvolumens und des Gewichtes.
  • Durch die Reduktion der Foliendicke bei Müllbeuteln kann beispielsweise jeder 7. LKW eingespart werden.
  • Gleichzeitig wird in Produktion, Lagerung und Logistik der CO2-Ausstoß reduziert.

Spartipp 8: Reduzieren Sie Materialkosten bei Abfallsäcken, wirkt sich das positiv auf Lager-, Transport,- und Logistikkosten aus

Kostenfaktor Beseitigung. Die letzte Station der Müllentsorgung – die Abfahrt Richtung thermischer Verwertung - ist kostenpflichtig. Spannend ist hier wie unterschiedlich hoch die Abfallgebühren in den verschiedenen Bundesländern sind. Gleich ist jedoch, dass sich die Gebühren nach dem Gewicht oder Volumen des Mülls richten. Die Summe der oben genannten Tipps führt zu einer Verschlankung Ihres Müllaufkommen. Um daraus Profit zu schlagen, müssen natürlich Anzahl und Volumen der Restmülltonnen konsequent angepasst werden. Und das kann sich richtig lohnen. Beherzigt man noch einige kleine Tricks wie z.B. Verzicht auf die Hofbefahrung der städtischen Müllabfuhr und stellt seinen erfolgreich reduzierten Hausmüll selber an die Straße, kann man schnell weitere 1000 Euro pro Jahr einsparen.

Spartipp 9: Passen Sie Ihre Behältergröße an und sparen Sie dadurch Gebühren.

Spartipp 10: Sparen Sie Entsorgungskosten mit Überzeugung! Jede Verschwendung in diesem Bereich belastet die Umwelt. Jeder eingesparte Cent schont auch natürliche Ressourcen.

Also Ent-Sorgen Sie Ihre Vorurteile gegenüber dem Sparen, es funktioniert heute besser denn je. Kostenreduzierung ist nachhaltig geworden, schont die Ressourcen und ist deshalb auch in der Müllentsorgung im Jahr 2020 Trend. Das neue Bewusstsein der Kunden und Verbraucher wirkt sich immer stärker auf die Hersteller von Equipment für die Gebäudereinigungsbranche aus. Qualität mit Kosten- und Ressourcen-Schonung zu verbinden sollte daher Hauptziel für alle Hersteller und Dienstleister der Entsorgung sein.